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Bördebrauerei

Magdeburg, DE

Details

Standort: Magdeburg
Projektart: Umnutzung Industriebau zu Wohnungsbau, unter Denkmalschutz
Gebäudeklasse: Hochhaus
Realisation: 2020/2021
Bauherr: k.A.
Grundstücksfläche: 2.615m²
Bauweise: Massivbauweise
Anzahl der Wohneinheiten: 23
Wohnfläche gesamt: ca. 1.800m²
Anzahl der Gewerbeeinheiten: 2 - 3
Anzahl der Geschosse: 10
Gebäudehöhe: 40m

Für einen Investor haben wir den Entwurf für die Umnutzung der denkmalgeschützten Bördebrauerei in Magdeburg erstellt. Das Bestandsgebäude befindet sich auf einem Grundstück in der Sieverstorstraße im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt und soll von einem Industriebau in ein Wohnhochhaus umgenutzt werden. Vor Beginn unserer Planung, haben wir das bestehende Gebäude mit einem 3D Laserscanner vermessen lassen. Innerhalb von 2 Tagen hatten wir somit eine detaillierte Punktwolke von dem gesamten Gebäude zur Weiterverarbeitung im Büro vorliegen. Detaillierte und verlässliche Bestandspläne sind für eine solche Umplanung essentiell, da alle weiteren Fachplanungen (wie z.B. Statik, HLS, Brandschutz, Schallschutz, Elektro …) darauf aufbauen.

Nach intensiven Abstimmungen mit der Bauordnung, der Stadtplanung und der unteren Denkmalschutzbehörde haben wir uns für folgendes Gebäudekonzept entschieden:

  • Sicherheitstreppenraum und Feuerwehraufzug im Inneren des Gebäudes nach MHHR
  • im Erdgeschoss: gewerbliche Nutzung
  • 1.OG bis 9.OG: Wohnnutzung, 3 WE pro Geschoss
  • Aufstockung des Bestandes um 5 Vollgeschosse
  • neue Fensteröffnungen in der Westfassade
  • keine Tiefgarage neben dem Bestandsgebäude
  • Stellplätze oberirdisch in den Außenanlagen integriert
  • im 8.OG der Aufstockung eine transparente Penthousewohnung
  • die OK der Attika-Aufstockung liegt unter der Traufhöhe des Steildaches
  • Balkone an der Süd- Ostfassade

Die Aufstockung wird durch zurückspringende Fensterbänder sichtbar vom Bestand abgelöst, so dass die Kubatur des Bestandsgebäudes weiterhin erkennbar bleibt. Die großen Fenster der alten Kesselhalle sollen in ihrer äußeren Wirkung weiterhin sichtbar bleiben. Auch die zum Teil noch vorhandenen grünen Wandfliesen der Kesselhallen soll sich im Erdgeschoss später teilweise wiederfinden. In den Außenanlagen soll es keine Terrassen und große Balkone geben, da das Gebäude ohne Anbauten als Solitär wirken soll. Die Faschen der neu eingeschnittenen Fenster werden mit einem farblich beschichteten Stahlblech verkleidet, so dass die Schnittfuge des Bestandsmauerwerkes nicht sichtbar bleibt. Die Klinkerfassade wird mit neuen Edelstahlankern an der Tragschale befestigt.

Wir freuen uns über die vielen positiven Feedbacks zu unserem Entwurf und blicken gespannt auf den weiteren Projektablauf.

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